Die Schlacht um ihr Weingut wird jetzt zum Krieg. Eine von Angelina Jolie gegründete Firma verklagt jetzt Brad Pitt auf 250 Millionen Dollar Schadensersatz. Mit der Begründung, dass der Star einfach die Kontrolle über das Chateau Miravel „an sich gerissen“ habe, damit Jolie am Ende keinen Cent der Megaprofite erhalten würde! Laut Gerichtsakten habe es Pitt aus Rache getan, „weil Jolie das Scheidungs- und Sorgerechtsverfahren gegen ihn eingeleitet hatte“.

In der vor dem Obersten Gerichtshof von Los Angeles eingereichten Klage tritt die Firma Nouvel als Klägerin auf. Diese hatte Jolie gegründet, damit diese ihre Rechte am französischen Weingut vertritt. Interessant allerdings: Jolie hatte bereits von Monaten gegen den Protest von Pitt ihre Anteile an Chateau Miraval an den russischen Spirituosenriesen Stoli verkauft.

Angelina Jolie und Brad Pitt: Schlacht um ihr Weingut

In den Gerichtsdokumenten wird jetzt behauptet, dass Jolie und Pitt jeweils 50 Prozent Anteil an ihrem französischen Anwesen hielten und dass „Jolie einen großen Anteil ihres Privatvermögens investiert hatte“. Pitt habe sich während der Ehe um die Geschäfte des Chateau Miraval gekümmert. Mit Erfolg, da die Weine des Weinguts nicht nur ausgezeichnet wurden, sondern das Geschäft schnell extrem lukrativ war.

Nur dass in der Klage nun behauptet wird, dass „nicht alles so gut war, wie es aussah“. Gefolgt von der Breitseite: „Denn Pitt hat ein öffentlich zugegebenes Alkoholproblem entwickelt“. Nachdem Jolie 2016 dann die Scheidung einreichte – in der Klage werden alle Vorwürfe gegen Pitt inklusive tätlichen Angriffs im Privatjet gegen Sohn Maddox noch einmal aufgewärmt –  habe ihr Ex-Mann dann einen Rachefeldzug gestartet: „Er hat sich die Gewinne von Chateau Miraval für sich, seine eigenen Firmen und Freunde angeeignet. Er hat sich selbst zum Alleineigentümer von Chateau Miraval ernannt, um somit den Wert von Jolies Firma Nouvel zu senken und sich das ganze Weingut widerrechtlich anzueignen“.

Mit anderen anderen Worten, Brad habe das Weingut einfach geleitet, ohne sich mit Angelina abzusprechen und „sich geweigert, Jolie oder Nouvel relevante Geschäfts-Informationen weiterzuleiten!“

Die Klage wirft Pitt sogar vor, „einen Plan ausgearbeitet und durchgeführt zu haben, durch den er heimlich Vermögenswerte entfernt und an seine Firmen weitergeleitet hat“. Und: „Pitt und die Direktoren von Chateau Miraval haben zweistellige Millionenbeträge für unnötige Projekte wie einen Swimmingpool, eine Wendeltreppe und den Wiederaufbau von Mauern verschleudert. Gegen den Widerstand von Jolie und Nouvel!“

Zu guter Letzt behauptet Nouvel in der Klage, dass Jolie ihrem Ex-Mann „aus eigenen Stücken“ angeboten habe, ihm ihren Anteil zu verkaufen. Kurz vor dem Abschluss des Deals habe Pitt dann in letzter Minute „überzogene und irrelevante Bedingungen“ gestellt: „Er wollte eine Vertragsklausel, die Jolie verboten hätte, öffentlich über die Ereignisse zu sprechen, die zum Bruch der Ehe geführt haben. Pitt wusste, dass ein Großteil von Jolies Vermögen im Chateau Miraval steckte.“

Angelina Jolie und Brad Pitt galten einst als Traumpaar

Diesen Fakt habe er als Druckmittel benutzt, um Jolie zu zwingen, seinen unzumutbaren Bedingungen stattzugeben. Allein das sei der Grund gewesen, warum Jolie sich dann im Oktober 2021 entschieden habe, ihren Anteil an die Stoli Wodka Gruppe des russischen Oligarchen Juri Shefler zu verkaufen. Laut Klage weigert sich Pitt allerdings, die Russen als gleichberechtigter Partner anzusehen und mit ihnen zu kooperieren. Weshalb Nouvel jetzt die Mega-Summe an Schadensersatz von Pitt fordert.

Die Klage ist die Jolies Retourkutsche für Pitts Klage gegen sie. Der war im Februar vor den Kadi gezogen und hatte behauptet, dass die Oscargewinnerin mit dem Verkauf ihrer Anteile gegen die Scheidungsverfahrens-Auflagen verstoßen habe. Laut Gerichtsakten hatte „Angelina Jolie mit Absicht die Einzelheiten des Deals verschleiert und nie die Erlaubnis zum Verkauf eingeholt“. Der Oscargewinner behauptet, dass Shefler es für ihn unmöglich mache, das Weingut weiterhin effizient zu betreiben. Pitt verlangt vom Gericht, dass der Verkauf rückgängig gemacht wird.