In den letzten Jahren wurde das Thema gesunde Ernährung intensiv diskutiert, und unzählige Empfehlungen sind online verfügbar. Einige Lebensmittel, die traditionell als gesund gelten, können jedoch Auswirkungen auf den Körper haben, die weit von den Erwartungen der Verbraucher entfernt sind. In manchen Fällen besteht sogar ein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen, einschließlich Krebs.

Laut einer im British Medical Journal veröffentlichten Studie könnte der Konsum von Fruchtsäften mit einem erhöhten allgemeinen Krebsrisiko einhergehen. Die Studie wurde von Spezialisten des Sorbonne Paris Cité Zentrums für Epidemiologie und Statistik in Frankreich durchgeführt. Die Forscher analysierten den möglichen Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckerhaltiger Getränke und der Entstehung verschiedener Krebsarten. An der Studie nahmen über 100.000 Erwachsene in Frankreich teil.

Die Forscher konzentrierten sich auf frisch gepresste Säfte ohne Zuckerzusatz, Sirupe, Milchshakes, Proteinshakes, Energy-Drinks und Produkte mit kalorienarmen Süßungsmitteln.

Die Teilnehmer füllten detaillierte Fragebögen zu ihrer Ernährung aus, woraufhin ihre Gesundheit neun Jahre lang beobachtet wurde. Während dieser Zeit verfolgten die Forscher die Entwicklung von Brust-, Prostata- und Darmkrebs.

Um möglichst genaue Ergebnisse zu gewährleisten, berücksichtigten die Experten zusätzliche Faktoren, die die Befunde beeinflussen könnten: Alter, Geschlecht, Bildungsstand, familiäre Vorbelastung, ungesunde Gewohnheiten und körperliche Aktivität.

Die Analyse der gesammelten Daten brachte unerwartete Ergebnisse. Es zeigte sich, dass der Konsum von Getränken mit künstlichen Süßstoffen nicht signifikant mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden war. Gleichzeitig war der regelmäßige Konsum von frisch gepressten Fruchtsäften statistisch signifikant mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten, insbesondere Brustkrebs, assoziiert.