Die WM 2026 hat den Fans bereits viele unvergessliche Momente beschert, doch einer der meistdiskutierten Vorfälle ereignete sich abseits des Spielfelds. Im Mittelpunkt stand ein südkoreanischer Journalist, der am Vorabend des Spiels seiner Mannschaft gegen Tschechien live aus Guadalajara, Mexiko, berichtete.

Während der Übertragung betrat plötzlich eine einheimische Anhängerin das Bild. Die Frau ging auf den Reporter zu, nahm seine Hand, küsste ihn auf die Wange und umarmte ihn. Der Vorfall ereignete sich live auf Sendung und wurde von Fernsehkameras eingefangen.

Dem Video zufolge war der Journalist zunächst verdutzt, fasste sich aber schnell wieder, lächelte und antwortete auf Spanisch: „Gracias“, was „Danke“ bedeutet. Anschließend berichtete er weiter, und das Video verbreitete sich in den sozialen Medien fast augenblicklich. Es erreichte Millionen von Aufrufen und löste eine hitzige Debatte unter den Internetnutzern aus. Viele taten den Vorfall als harmlos und humorvoll ab und sahen darin einen Ausdruck der ausgelassenen Stimmung der Weltmeisterschaft. Einige Nutzer stellten jedoch Fragen zu persönlichen Grenzen und Einwilligung.

Manche Kommentatoren merkten an, die öffentliche Reaktion wäre möglicherweise ganz anders ausgefallen, wären die Rollen von Mann und Frau vertauscht gewesen. Nutzer diskutierten angeregt über mögliche Doppelmoral und unterschiedliche Wahrnehmungen solcher Situationen.

Andere Nutzer scherzten über den Vorfall und meinten, die Frau des Journalisten würde sich das virale Video sicher gerne ansehen. Einige Kommentare hoben zudem die besondere Beziehung zwischen mexikanischen Fans und Südkorea sowie die Popularität der koreanischen Kultur in Mexiko hervor. Auch abseits des Spielfelds hatte die südkoreanische Nationalmannschaft Grund zum Feiern.

In ihrem Auftaktspiel der Weltmeisterschaft besiegte das von Kapitän Son Heung-min angeführte Team die Tschechische Republik überzeugend. Dieser Sieg war der erste der Südkoreaner in einem WM-Auftaktspiel seit 2010, als sie Griechenland in Südafrika bezwangen. Darüber hinaus setzte die Mannschaft mit diesem Erfolg ihre Erfolgsserie gegen europäische Teams bei der Weltmeisterschaft fort, nach Siegen gegen Deutschland im Jahr 2018 und Portugal im Jahr 2022.